Warum Du Deine Hände nicht in die Hüften stemmen solltest

Die Hände in den Hüften: Diese Körperhaltung sehen wir in unserem Alltag sehr oft. Und häufiger bei Männern als bei Frauen. 

Mit den Händen in die Hüften assoziieren viele Menschen: Sicherheit, Souveränität, Überlegenheit, Macht, Dominanz. Wie wirkt es aber auf Dich, wenn Dir jemand gegenüber steht, der die Hände in die Hüften stemmt, während er mit Dir redet? Sagst Du dann auch: Wow, der ist aber sehr souverän. Er wirkt sehr sicher.

 

Im Video zeige ich Dir einige Alltagsbeispiele, wie in die Hüften gestemmte Hände wirken und was Gockel und Cowboys damit zu tun haben.   

Die Hände in den Hüften, das wirkt eher arrogant, überheblich, dominant und ja, manchmal sogar bedrohlich. Wenn sich jemand größer macht, als er ist, und nichts anderes ist das Stemmen der Hände in die Hüften ja, zeigt er genau das Gegenteil. Derjenige, der das macht, fühlt sich klein. Unwichtig. Derjenige, der das macht, möchte sich so groß wie möglich machen, damit er mit den anderen auf Augenhöhe kommunizieren kann. Er möchte mehr Raum einnehmen, als eigentlich zur Verfügung steht. Das hat also nichts mit Selbstbewusstsein und Überlegenheit zu tun, sondern sehr viel mit gewollter Überlegenheit. 

Wenn Du beim Präsentieren Deine Hände in die Hüften stemmst: Dann vermittelst Du Deinen Zuhörern:

Aha, jetzt will sich jemand größer machen, wichtiger machen, überzeugender wirken.

 

Da scheint jemand wohl unsicher zu sein. Es ist aber keine Gestik, die dich auch nur im Ansatz souverän erscheinen lässt. Sondern eher überheblich, aufdringlich, unangenehm, arrogant.

Also wenn Du präsentierst, dann denke daran, die Hände nicht in die Hüften zu stemmen. Und auch wenn Du in einem Gespräch bist, dann habe immer im Hinterkopf, wie diese Körpersprache auf Dein Gegenüber wirken kann. Mir ist klar, dass wir gerne auch einfach mal aus Bequemlichkeit so dastehen, allerdings weiß das ja unser Gegenüber nicht. Also überprüfe Deine Haltung auf der Bühne und in wichtigen Gesprächen.

Und zum Schluss habe ich noch einen Tipp für Dich: Beobachte mal Deinen Alltag. Da gibt es ein sehr spannendes Phänomen unter Männern: Wenn zwei Männer sich unterhalten und einer stemmt seine Hände in die Hüften, dauert es nicht sehr lange, und der andere Mann packt seine Hände auch in die Hüften. Der Grund hierfür sind die sogenannten Spiegelneuronen. Das sind Nervenzellen im präfrontalen Cortex (Stirnlappen) des Gehirns. Das Besondere an Spiegelneuronen ist, dass sie dasselbe Aktivitätsmuster aufweisen wenn man eine Handlung beobachtet, wie wenn man dieselbe Handlung selbst durchführen würde. Und das führt dazu, dass das beobachtete Verhalten intuitiv nachgeahmt wird.

In welchen Situationen stemmst Du denn Deine Hände in die Hüften? Und wie empfindest Du Redner, die mit dieser Haltung sprechen? 

Schreib mir gerne Deine Erfahrungen in die Kommentare! 

Foto: pixabay-robin higgins

Hol Dir jetzt den 5-Schritte-Plan, mit dem Du Dein Lampenfieber in den Griff bekommst!